Porträt von Peter Paul Rubens

Peter Paul Rubens - Giclée-Kunstdrucke

1577-1640

Flämischer Maler - Barock

Kunstdrucke auf Leinwand und Papier von Rubens: 403 Werke in Museumsqualität, jedes in Ihrer Wunschgröße gefertigt und auf Wunsch gerahmt.

Peter Paul Rubens (1577-1640) war der führende Maler des flämischen Barock, zugleich Diplomat im Dienst der spanischen Habsburger und Leiter einer der produktivsten Werkstätten Europas. Bekannt sind seine Altarbilder, mythologischen Szenen, Jagden und Bildnisse für ihre stürmische Bewegung, ihr warmes Kolorit und ein Inkarnat von großer Sinnlichkeit.

Als Calvinisten hatten seine Eltern 1568 Antwerpen verlassen, um der Verfolgung unter dem Herzog von Alba zu entgehen, und sich in Köln niedergelassen. Der Vater Jan, Jurist und einst Schöffe in Antwerpen, beriet dort Anna von Sachsen, die Gemahlin Wilhelms von Oranien. Wegen eines Verhältnisses mit ihr kam er auf Schloss Dillenburg in Haft. Nach zwei Jahren wurde er gegen 6000 Taler Kaution entlassen, erhielt Berufsverbot und musste in Siegen leben. Die Familie war dort mittellos, und hier kam Peter Paul am 28. Juni 1577 zur Welt. Später durften die Rubens nach Köln zurückkehren, wo sie wieder katholisch wurden. Bis zu seinem Tod 1587 unterrichtete der Vater seine Söhne selbst. Drei Jahre danach zog die Witwe Maria Pypelinckx mit Philipp, Peter Paul und der Tochter Blandina zurück nach Antwerpen.

Die Brüder besuchten in Antwerpen die Lateinschule des Rombout Verdonck. Dort lernte Peter Paul Balthasar Moretus kennen, einen Enkel des Druckers Christophe Plantin, und die beiden blieben einander lebenslang verbunden. Weil die Mitgift für Blandina das Familienvermögen aufzehrte, musste der Dreizehnjährige als Page in den Dienst der Gräfin Marguerite de Ligne-Arenberg treten, vermutlich in Oudenaarde. Längst aber kopierte er Holzschnitte Hans Holbeins des Jüngeren und Tobias Stimmers. So begann er 1592 eine Lehre bei dem Landschaftsmaler Tobias Verhaecht, der angeheiratet zur Verwandtschaft gehörte. Da ihn die Historienmalerei mehr reizte, wechselte er nach etwa einem Jahr zu Adam van Noort und später zu Otto van Veen. Dieser hatte in Italien studiert, war Hofmaler in Brüssel und vermittelte ihm das Ideal des gelehrten Malers, der Literatur, Kunsttheorie und Antike ebenso beherrscht wie den Pinsel. 1598 nahm die Lukasgilde Rubens als Meister auf. Frühe Arbeiten wie die „Amazonenschlacht" verraten noch die Handschrift des Lehrers.

Gemeinsam mit seinem ersten Schüler Deodat del Monte brach er 1600 nach Italien auf. In Venedig studierte er Tizian, Veronese und Tintoretto und trat in die Dienste Vincenzos I. Gonzaga, des Herzogs von Mantua. Für ihn malte er Bildnisse, kopierte alte Meister und beriet ihn beim Ankauf von Gemälden, darunter Caravaggios „Tod der Maria". In Rom zeichnete er nach der Laokoon-Gruppe sowie nach Michelangelo und Raffael und malte mit der heiligen Helena für Santa Croce in Gerusalemme sein erstes Altarbild, einen Auftrag Erzherzog Albrechts. 1603 schickte ihn der Herzog mit Geschenken zu Philipp III. nach Spanien. Wochenlanger Regen hatte unterwegs mehrere Leinwände verdorben, und Rubens wusch, trocknete und restaurierte sie eigenhändig. Zwei verlorene Bilder ersetzte er durch einen eigenen „Demokrit und Heraklit". In seinem „Reiterbildnis des Herzogs von Lerma" lenkte er das Pferd frontal auf den Betrachter zu und überbot damit sein Vorbild, Tizians „Karl V. bei Mühlberg". Eine Stelle am spanischen Hof, die Lerma ihm anbot, schlug er aus.

Wieder in Italien, porträtierte er den Adel Genuas, etwa die Marchesa Brigida Spinola Doria, und zeichnete die neuen Paläste der Stadt. Sein Buch darüber erschien 1622 unter dem Titel „Palazzi di Genova". Von 1606 an wohnte er mit Philipp in Rom an der Via della Croce und überstand eine schwere Rippenfellentzündung. Für den Hochaltar der Chiesa Nuova malte er zunächst eine Leinwand, deren Oberfläche so stark spiegelte, dass man die Figuren kaum erkannte. Daraufhin führte er das Bild ein zweites Mal auf Schiefer aus. Er schrieb Italienisch, Französisch, Spanisch und Latein, für seine spontansten Briefe aber den brabantischen Dialekt, und unterzeichnete fortan mit „Pietro Paolo". 1608 rief ihn die Nachricht von der Krankheit seiner Mutter heim. Seinen letzten Brief aus Italien beschloss er mit dem Hinweis, er steige gerade aufs Pferd. Die Mutter war bereits tot, als er Antwerpen erreichte, und Italien sah er nie wieder.

Mit dem Zwölfjährigen Waffenstillstand von 1609 kehrte der Wohlstand nach Antwerpen zurück. Im September jenes Jahres ernannten Erzherzog Albrecht und Infantin Isabella Rubens zu ihrem Hofmaler, erlaubten ihm aber, in Antwerpen zu bleiben und auch für andere Auftraggeber tätig zu sein. Im Oktober heiratete er Isabella Brant, die Tochter des Humanisten Jan Brant, und malte sich mit ihr in der „Geißblattlaube". Sein Haus entwarf er selbst nach italienischem Vorbild, mit großer Werkstatt, einem Kuppelraum für antike Skulpturen und einem Garten. Den Tagesablauf dort überlieferte sein Neffe: Rubens stand um vier Uhr auf, ging zur Messe und malte dann, während ihm ein Vorleser Plutarch, Livius oder Seneca vortrug. Briefe diktierte er, ohne den Pinsel abzusetzen. Der Gicht wegen aß er maßvoll, ritt abends aus und speiste mit wenigen Freunden. Nach Philipps Tod 1611 entstanden „Die vier Philosophen", ein Bild, das ihn, den Bruder und beider Lehrer Justus Lipsius vereint. Von den drei Kindern aus erster Ehe starb Clara Serena mit zwölf Jahren, die Söhne Albert und Nikolaus hielt er in einem Doppelbildnis fest.

Die „Kreuzaufrichtung" von 1610, die er unmittelbar in der Kirche St. Walburga malte, und die „Kreuzabnahme" (1611-1614), ein Auftrag der Arkebusiergilde für die Kathedrale, machten ihn zum ersten Maler Flanderns. Binnen zwei Jahren wies er über hundert Bewerber um eine Lehrstelle ab. Vieles führten Mitarbeiter aus, doch für ganz eigenhändige Bilder verlangte er den doppelten Preis. Anthonis van Dyck arbeitete bei ihm, Frans Snyders malte den Adler im „Gefesselten Prometheus", und der befreundete Jan Brueghel der Ältere nannte ihn scherzhaft seinen Sekretär. Für die Verbreitung seiner Erfindungen gewann Rubens Stecher wie Lucas Vorsterman, mit dem er sich später überwarf, und ließ sich 1619 und 1620 in Frankreich, den Spanischen Niederlanden und der Republik der Vereinigten Niederlande gegen Raubdrucke schützen. Einer zeitgenössischen Anekdote zufolge lehnte er es ab, Geld in das Laboratorium eines Alchemisten zu stecken. Er habe den Stein der Weisen längst gefunden, nämlich in Palette und Pinseln.

Maria de' Medici bestellte 1621 zwei Bilderzyklen für das Pariser Palais du Luxembourg. Der Zyklus über ihr eigenes Leben, darunter die „Ankunft der Maria de' Medici in Marseille", war 1625 vollendet und befindet sich heute im Louvre. Die Folge über Heinrich IV. blieb dagegen unvollendet. Nach dem Ende des Waffenstillstands betraute ihn die Infantin Isabella mit diplomatischen Missionen. Manche Höflinge rümpften die Nase über einen Mann, der mit den Händen arbeitete. Philipp IV. erhob ihn dennoch 1624 in den Adelsstand. 1626 starb Isabella Brant. Zwischen 1627 und 1630 bemühte sich Rubens um einen Frieden zwischen Spanien, England und den Generalstaaten. Während acht Monaten in Madrid 1628/29 kopierte er erneut Tizian und schloss Freundschaft mit Diego Velázquez. In London schenkte er Karl I. das Gemälde „Minerva schützt Pax vor Mars", erhielt 1629 einen Ehrengrad der Universität Cambridge und 1630 den Ritterschlag.

Im selben Jahr heiratete der Dreiundfünfzigjährige die sechzehnjährige Helena Fourment. Brieflich erklärte er, ein Leben ohne Ehe habe er sich noch nicht zugetraut, und eine junge Bürgerstochter sei ihm lieber gewesen als eine Dame vom Hof. In der Venus des „Urteils des Paris" erkannten Zeitgenossen seine Frau, und im „Pelzchen" zeigte er sie in einen Pelz gehüllt. 1635 leitete er die Festdekorationen für den Einzug des Kardinalinfanten Ferdinand in Antwerpen und erwarb das Landgut Het Steen, dessen Umgebung in Bilder wie die „Landschaft mit Regenbogen" einging. In diese Jahre fallen auch die Deckengemälde für das Banqueting House in London.

Am 30. Mai 1640 erlag Rubens einem durch die Gicht verursachten Herzversagen. Nach seinem Tod kaufte Philipp IV. seine Tizian-Kopien für Spanien zurück. In der Grabkapelle der Antwerpener Jakobskirche hängt seine „Madonna mit Heiligen", und die lateinische Grabschrift seines Freundes Gaspar Gevartius stellt ihn neben Apelles. Seine Art, Haut und Fleisch zu malen, lebte bei Watteau, Boucher und Fragonard fort. Sein Wohnhaus ist heute als Rubenshuis ein Museum.
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Der Raub der Töchter des Leukippos von Peter Paul Rubens, 1618
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Peter Paul Rubens
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Peter Paul Rubens
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Der Höllensturz der Verdammten von Peter Paul Rubens, um 1620/21
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Peter Paul Rubens
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Trunkener Bacchus und Satyrn (Silen) von Peter Paul Rubens, um 1617/18
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Peter Paul Rubens
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Gaius Julius Caesar von Peter Paul Rubens
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Peter Paul Rubens
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Der Raub der Sabinerinnen von Peter Paul Rubens, um 1635/40
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Peter Paul Rubens
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Die Überreichung des Bildnisses der Maria de’ Medici an Heinrich IV. von Peter Paul Rubens, um 1622/23
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Peter Paul Rubens
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Tiger-, Löwen- und Leopardenjagd von Peter Paul Rubens, 1616
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Peter Paul Rubens
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Der Tod des Decius Mus in der Schlacht von Peter Paul Rubens, 1618
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Peter Paul Rubens
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Der Liebesgarten von Peter Paul Rubens, um 1633
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Die Ankunft von Maria de’ Medici in Marseille, 3. November 1600 von Peter Paul Rubens, um 1621/25
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Peter Paul Rubens
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Kain erschlägt Abel von Peter Paul Rubens, um 1608/09
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Flucht der Maria de' Medici aus Blois, 21.-22. Februar 1619 (Der Medici-Zyklus) von Peter Paul Rubens, um 1621/25
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Krönung der Diana von Peter Paul Rubens, um 1624
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Die Kreuzaufrichtung von Peter Paul Rubens, um 1610/11
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Peter Paul Rubens (Selbstporträt) von Peter Paul Rubens, um 1639/40
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Peter Paul Rubens
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