Der Satyr und der Bauer, um 1623/26, von Johann Liss
Leinwand-Kunstdruck - 23234-LIJ

Standort: National Gallery of Art, Washington, USA
Originalmaß: 133.3 × 167.4 cm

Der Satyr und der Bauer von Johann Liss (um 1623/26) ist als Giclée-Leinwand-Kunstdruck in Museumsqualität erhältlich. Gedruckt mit lichtechten Pigmenten auf 400 g/m² Leinwand und von Hand mit UV-Schutzlack versiegelt, lässt er sich in jedem Format bis 103.8 × 130 cm bestellen, proportional zum Original skaliert, Rahmung optional. Weltweiter Gratisversand möglich; ungerahmt in 2 Werktagen versandfertig, gerahmt in 7 bis 8. 100-Jahre-Farbgarantie.

Giclée Leinwand-Kunstdruck | €66.93 EUR

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Giclée-Qualität auf 400 g/m² Leinwand, glänzend

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Alle Größen skalieren proportional zum Original. Die angezeigten Maße beziehen sich auf die Druckfläche - wir fügen auf jeder Seite immer 3.0 cm unbedruckte Leinwand zum Aufspannen hinzu.

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Die eingestellte Größe ist das gedruckte Bild, also das, was Sie nach dem Aufspannen sehen. Über dieses Maß hinaus fügen wir auf jeder Seite 3.0 cm unbedruckte Leinwand hinzu, ohne Aufpreis, damit der Keilrahmen Halt hat. Ein Druck von 43.9 × 55 cm kommt also als 49.9 × 61 cm bei Ihnen an. Beide Maße stehen oben unter „Ihre Auswahl“ und ändern sich mit dem Schieberegler.

Ja. Der Schieberegler deckt jedes Format bis 103.8 × 130 cm ab, immer in den Proportionen des Originals. Brauchen Sie ein größeres Maß oder eines, das in einen vorhandenen Rahmen passen muss, schreiben Sie uns mit Titel und Maßen; wir sagen Ihnen, was möglich ist. Gedruckt wird ohnehin erst nach Ihrer Bestellung, deshalb lässt sich meist etwas machen.

Weil das Original ein Ölgemälde auf Leinwand ist. Wir richten das Druckmedium nach dem Original: Ölgemälde auf Leinwand, Arbeiten auf Papier auf Kunstdruckpapier. Unsere Leinwand ist reine Baumwolle, 400 g/m² Künstlerleinwand, säurefrei und pH-neutral; ihre gewebte Struktur gibt den natürlichsten Eindruck von Johann Lisss originalem Ölgemälde. Die Oberfläche ist seidenglänzend, also zwischen matt und glänzend, und hält die Tiefe der dunklen Töne so wie der Firnis bei einem Gemälde im Museum; eine matte Leinwand wirkt daneben stumpf und blass. Mehr zu unseren Druckmedien.

Gehen Sie vom Original aus, das 133.3 × 167.4 cm misst. Ein Druck in dieser Größe oder nahe daran wirkt so, wie der Künstler es angelegt hat. Kleiner drucken ist unproblematisch; ein kleines Original stark zu vergrößern ändert dagegen seinen Charakter. Für die Wand: über Sofa oder Kommode etwa zwei Drittel bis drei Viertel der Möbelbreite, Bildmitte auf Augenhöhe. Schneiden Sie das Format aus Papier aus und kleben Sie es vor der Bestellung an die Wand. Das Original hängt in National Gallery of Art, Washington, USA. Ausführlicher Größenratgeber.
30 Tage Rückgabe für ungerahmte Drucke. Versand, Rahmung, Pflege und Rückgabe finden Sie in unserem Hilfe- & FAQ-Bereich.

Über das Gemälde

Aus der flachen Schale in der Mitte des Tisches scheint unsichtbar Dampf aufzusteigen, und um sie dreht sich das ganze Bild. Der Bauer beugt sich vor, den Löffel gehoben, die Lippen gespitzt, um die Suppe zu kühlen. Ihm gegenüber weicht der Satyr zurück, den Mund halb offen im Aufschrei, eine gehörnte Braue in theatralischem Unglauben hochgezogen. Zwischen beiden hält eine Frau mit warmem, belustigtem Lächeln ein pausbäckiges Kind, das uns direkt anblickt - als lade es uns ein, Zeuge der Absurdität zu werden.

Das ist Äsop, frisch inszeniert. Johann Liss wählt den exakten Moment des Bruchs in der Fabel vom Mann und dem Satyr - jenen Augenblick, in dem der Halbgott begreift, dass sein sterblicher Gast auf kalte Finger warmen Atem und auf heiße Brühe kühlen bläst, und dass eine solche Unbeständigkeit die Menschheit von seiner Freundschaft ausschließt. Die Moral hängt in der Luft wie der aufsteigende Dunst der Suppe.

Erstaunlich ist hier das körperliche Gewicht der Farbe. Der weiße Ärmel des Bauern, am Ellenbogen gebauscht, ist in dickem, geknetetem Bleiweiß aufgetragen, schattiert mit Grau und kühlem Umbra - Stoff, den man beinahe rascheln hört. Der Torso des Satyrs dagegen leuchtet in warmem Ocker und Rosé, in langen, geschwungenen Strichen modelliert, die den Muskeln folgen. Dieses fleischliche, kinetische Vokabular hat sich Liss während seiner Zeit in Antwerpen bei Rubens und Jordaens angeeignet, und man sieht es in jedem Unterarm und jeder verdrehten Schulter. Doch die tiefe Dämmerung, die von den Rändern hereindrückt, und das streifende Licht, das die Rippen des Satyrs herausmeißelt, erinnern auch an Caravaggio. Venedig summt unter allem mit - das Rostrot, das Gold, das moosige Grün verdanken Veronese und dem späten Tizian einiges.

Man achte auf die Mechanik der Komposition: zwei Diagonalen, die sich über der Schale kreuzen. Der ausgestreckte Arm des Satyrs treibt in die eine Richtung, der gebeugte Rücken des Bauern in die andere, und das helle Bündel des Kindes setzt genau dort, wo sie sich treffen, eine vertikale Achse. Ein barockes Scharnier, straff gespannt.

Ein Detail lohnt Geduld. An der Flanke des Satyrs winden sich Efeublätter durch das zottige Fell seiner Schenkel - ein kleiner botanischer Zierrat, der uns daran erinnert, dass er in die Wälder gehört, nicht in die verrauchte Küche, in die er geraten ist. Vielleicht lässt Liss deshalb die Ecken des Raums vom Schatten verschlingen: die Welt des Satyrs zieht sich schon zurück.

Vor dem Satyr und dem Bauern in der National Gallery of Art in Washington spürt man die fast komische Energie eines Streits auf seinem Höhepunkt - erhobene Stimmen, sichtbarer Atem, ein Löffel in der Schwebe. Liss starb jung, kaum über dreißig, und Bilder wie dieses lassen den Verlust schmerzen. Wenige Künstler des frühen siebzehnten Jahrhunderts vermochten es, eine moralische Fabel so lebendig, so laut, so menschlich klingen zu lassen.

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