Porträt von Jan van Goyen

Jan van Goyen - Giclée-Kunstdrucke

1596-1656

Niederländischer Maler - Barock

Kunstdrucke auf Leinwand von Jan van Goyen: 10 Werke in Museumsqualität, jedes in Ihrer Wunschgröße gefertigt und auf Wunsch gerahmt.

Jan Josephszoon van Goyen (1596-1656) war ein holländischer Landschaftsmaler des Goldenen Zeitalters. Bekannt ist er für Flussansichten, Dünen, Winterbilder und Seestücke in gedämpften Braun-, Grau- und Grüntönen. Über tausend Gemälde hinterließ er, dazu einen gewaltigen Schuldenberg.

Zur Welt kam er am 13. Januar 1596 in Leiden, im Haus Schoolsteeg 4, als Sohn des Schuhmachers Joseph Jansz. van Goyen. Wie unstet seine Lehrjahre verliefen, schilderte der Leidener Bürgermeister Jan Jansz. Orlers 1641 in seiner Stadtbeschreibung. Mit zehn Jahren kam der Junge zu Coenraet Schilperoort, einem wenig bedeutenden Meister, doch nach drei Monaten wollte er dort nicht mehr bleiben. Der Vater brachte ihn daraufhin zu Isaac Claesz. van Swanenburg, der neben der Malerei auch das Bürgermeisteramt bekleidete, und danach zu dem kaum bekannten Jan Arentsz. de Man. Ein Glaser, ließ der Junge wissen, wolle er keinesfalls werden. Länger hielt er es bei Willem Gerritsz in Hoorn aus, und mit neunzehn reiste er gemeinsam mit diesem Lehrer nach Frankreich.

Prägend wurde erst das Jahr, das er nach der Rückkehr bei Esaias van de Velde in Haarlem verbrachte. 1618 heiratete er Annetje Willemsdr. van Raelst und wurde als selbständiger Meister in die Leidener Lukasgilde aufgenommen. Aus dieser Zeit stammen auch seine ersten signierten Bilder.

Zwischen 1632 und 1634 zog er nach Den Haag, in denselben Jahren, in denen auch Rembrandt und Jan Lievens Leiden verließen. Schon 1632 musste er dort seine kleine Tochter Elsje in der Grote Kerk begraben, 1634 erhielt er das Bürgerrecht. 1638 wählte ihn die Haager Lukasgilde zu einem ihrer Vorsteher, ein Amt, das er bis 1640 innehatte oder in jenem Jahr erneut übernahm. Angeregt nicht zuletzt durch den Marinemaler Jan Porcellis, dem er 1629 ein Haus verkauft hatte, fand er zur sogenannten tonalen Landschaft: eine auf wenige Töne beschränkte Palette, weite Himmel, darunter ein Wechsel heller und dunkler Bodenstreifen, den er im Spätwerk immer kunstvoller verschränkte.

Seine Arbeitsweise war auf Tempo angelegt. Auf dünne Eichenholztafeln mit hellbrauner, rötlicher oder ockerfarbener Grundierung skizzierte er das Motiv flüchtig mit Tinte und malte es dann mit Grau, Umbra, Ocker und erdigen Grüntönen aus, angerieben in einem Firnis-Öl-Bindemittel. Die Schatten blieben dünn und durchscheinend, sodass der Grund mitsprach, die Lichter dagegen trug er deckend und mit reichlich Bleiweiß auf. Oft überzog er die ganze Fläche locker mit Farbschichten und suchte in den mehr oder weniger zufällig entstandenen Flecken nach Anhaltspunkten für Boote, Figuren und Häuser. Hohe Preise erzielten seine Bilder selten, und mit billigen Pigmenten und schneller Hand glich er das durch Menge aus. Ob ihn dabei der Umsatz trieb oder künstlerische Absicht, lässt sich nicht entscheiden.

Den Stoff lieferten ausgedehnte Wanderungen, die ihn bis nach Kleve und in den Norden Frankreichs führten. Zuerst mit der Feder, später mit schwarzer Kreide hielt er Hunderte von Motiven fest, doch nur ein einziges Skizzenbuch, das Dresdner, blieb vollständig erhalten. Er malte die Kanäle um Den Haag, das Land bei Delft, Rotterdam, Leiden und Gouda, die Dünen bei Scheveningen, die ihn besonders anzogen, und die Städte an den Flüssen, Dordrecht, Rhenen und Arnheim. Den Valkhof in Nimwegen hielt er zwischen 1638 und 1653 rund dreißigmal fest. 1648 reiste er nach Antwerpen und malte das Fort Lillo an der Schelde. Mit der Topographie ging er frei um: Die Leidener Hooglandse Kerk rückte er kurzerhand an einen Fluss. Bildnisse, Historien oder Stillleben schuf er nie.

Vom Malen allein mochte er nicht leben. Er handelte mit Kunst, schätzte Gemälde und veranstaltete Versteigerungen. 1637 erfasste ihn das Tulpenfieber: Am 27. Januar erwarb er von Allert Claesz. van Ravesteyn, einem früheren Haager Bürgermeister, neun Zwiebeln für 90 Gulden und versprach als Bezahlung zwei Gemälde, eines davon von Salomon van Ruysdael, die er nie lieferte. Am 4. Februar kaufte er bei ihm eine weitere Partie für 843 Gulden, ohne zu wissen, dass der Markt in Haarlem tags zuvor zusammengebrochen war. Als van Ravesteyn 1641 starb, schuldete van Goyen ihm noch 897 Gulden. Schwerer wogen auf Dauer die Grundstücksgeschäfte: An der Dunne Bierkade, der Nieuwe Molstraat und der eben ausgehobenen Prinsegracht ließ er etwa sechs Häuser errichten. In einem davon wohnte zur Miete der Tiermaler Paulus Potter, eine Zeit lang sein Nachbar. Mit den Schulden stieg zwischen 1641 und 1647 auch seine Produktion steil an, und von 1647 bis 1654 versteigerte er dreimal eigene und fremde Werke. Eine dieser Auktionen brachte 1652 immerhin 3750 Gulden.

Als Schüler sind Jan Steen und Adriaen van der Kabel belegt, vielleicht gehörte auch Nicolaes Berchem dazu. Steen, wie van Goyen katholisch, zog 1649 in dessen Haus, heiratete im selben Jahr die Tochter Grietje und malte die Familie seines Schwiegervaters. 1651 kam das erste Kind des Paares, Thaddeus, zur Welt. Auch die älteste Tochter Maria heiratete 1649, und zwar den Maler Jacques de Claeuw. 1651 bestellte die Stadt Den Haag bei van Goyen eine fast fünf Meter breite Ansicht ihrer selbst von Südosten und zahlte dafür 650 Gulden, doch im selben Jahr musste er um Zahlungsaufschub bitten. 1653 ersuchte er den Rat, ausstehendes Geld mit seinen Schulden bei der Stadt zu verrechnen. Zwei Schöffen stimmten zu, ein Schreiber aber strich den Beschluss durch, und damit war er hinfällig. Um diese Zeit porträtierten ihn Gerard ter Borch und Bartholomeus van der Helst. 1652 und 1654 musste er seine Sammlung von Gemälden und Druckgraphik verkaufen. 1654 vermietete er sein Haus an der Dunne Bierkade und zog in ein kleineres in der Wagenstraat, während Steen nach Delft ging. Künstlerisch waren es dennoch starke Jahre: Der „Sturm auf dem Haarlemmermeer“ und die Ansichten von Dordrecht entstanden, und in den frei komponierten Seestücken der 1650er Jahre sah der Kunsthistoriker H. U. Beck den Höhepunkt seines Schaffens.

Am 27. April 1656 starb van Goyen in der Wagenstraat, mit 18.000 Gulden verschuldet. Annetje nahm das Erbe nur unter der Bedingung an, für ungedeckte Restschulden nicht zu haften. Beistand erhielt sie von Jan Steen und dessen Vater, dem Leidener Bierbrauer Havick Steen. Nach dem Verkauf der Häuser und des Hausrats zog sie in das Hofje van Nieuwkoop, wo sie 1672 starb. Van Goyens tonale Malweise fand Dutzende Nachahmer und wirkte auf Maler wie Herman Saftleven und Abraham van Beijeren. William Turner ehrte ihn 1833 mit dem Gemälde „Van Goyen Looking Out for a Subject“, und Vincent van Gogh schrieb 1889 aus der Anstalt, das Weizenfeld hinter seinem vergitterten Fenster erinnere ihn an eine Perspektive van Goyens. Eine „Ansicht von Dordrecht“ wurde den Erben des Kunsthändlers Jacques Goudstikker zurückgegeben und 2008 von ihnen zurückgekauft. Die große Haager Stadtansicht besitzt heute das Haags Historisch Museum. 2009 musste sie für eine Ausstellung in Washington durchs Fenster über den Hofvijver gehievt werden. Weitere Werke zeigt das Museo Thyssen-Bornemisza in Madrid.
Das Gewitter von Jan van Goyen, 1641
Leinwand-Kunstdruck
€62.20
SKU: 3215-GJV
Jan van Goyen
Originalmaß: 137.8 x 183.2 cm
Fine Arts Museums of San Francisco, USA

Ansicht von Arnheim von Jan van Goyen, 1646
Leinwand-Kunstdruck
€71.81
SKU: 18818-GJV
Jan van Goyen
Originalmaß: 90.9 x 106.5 cm
Gemäldegalerie, Berlin, Deutschland

Landschaft mit zwei Eichen von Jan van Goyen, 1641
Leinwand-Kunstdruck
€67.08
SKU: 3213-GJV
Jan van Goyen
Originalmaß: 88.5 x 110.5 cm
Rijksmuseum, Amsterdam, Niederlande

Flusslandschaft mit dem Pellecussen-Tor bei Utrecht von Jan van Goyen, 1648
Leinwand-Kunstdruck
€56.87
SKU: 17610-GJV
Jan van Goyen
Originalmaß: 64 x 94 cm
Minneapolis Institute of Art, USA

Ansicht von Nimwegen von Jan van Goyen, 1649
Leinwand-Kunstdruck
€57.32
SKU: 18816-GJV
Jan van Goyen
Originalmaß: 67.7 x 97.8 cm
Gemäldegalerie, Berlin, Deutschland

Ansicht der Merwede bei Dordrecht von Jan van Goyen, um 1660
Leinwand-Kunstdruck
€62.97
SKU: 16591-GJV
Jan van Goyen
Originalmaß: 55.5 x 72 cm
Rijksmuseum, Amsterdam, Niederlande

Flusslandschaft mit Fischern von Jan van Goyen, 1644
Leinwand-Kunstdruck
€62.81
SKU: 18984-GJV
Jan van Goyen
Originalmaß: 100.6 x 135 cm
Fuji Art Museum, Tokio, Japan

Sommer von Jan van Goyen, 1625
Leinwand-Kunstdruck
€55.33
SKU: 3214-GJV
Jan van Goyen
Originalmaß: 33.5 x 33.5 cm
Rijksmuseum, Amsterdam, Niederlande

Eisvergnügen vor einem Gasthaus von Jan van Goyen, 1650
Leinwand-Kunstdruck
€55.33
SKU: 18817-GJV
Jan van Goyen
Originalmaß: 35.3 x 39.4 cm
Gemäldegalerie, Berlin, Deutschland

Neu
Flusslandschaft mit Mühle und Burgruine von Jan van Goyen, 1644
Leinwand-Kunstdruck
€60.37
SKU: 23623-GJV
Jan van Goyen
Originalmaß: 97 x 133.5 cm
Louvre, Paris, Frankreich

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