Kunstdruck auf Leinwand von Briton Rivière: ein Werk in Museumsqualität, in Ihrer Wunschgröße gefertigt und auf Wunsch gerahmt.
Briton Rivière (1840-1920) war ein britischer Maler hugenottischer Abstammung, der vor allem durch seine Tierbilder bekannt wurde: Hunde und Löwen stehen bei ihm im Mittelpunkt mythologischer, biblischer und alltäglicher Szenen.
Die Rivières waren eine Londoner Künstlerfamilie. Schon der Großvater Daniel Valentine Rivière malte, der Onkel Henry Parsons Rivière stellte Aquarelle in London und Birmingham aus, ein weiterer Onkel, Robert Rivière, war ein angesehener Buchbinder. Der Vater William Rivière unterrichtete Zeichnen am Cheltenham College und später Kunst in Oxford; bei ihm erhielt Briton nahezu seine gesamte künstlerische Ausbildung. Seine Schulzeit verbrachte er ebenfalls in Cheltenham, sein Studium in Oxford schloss er 1867 ab. Bereits 1851 und 1852, im Kindesalter, waren Bilder von ihm in der British Institution zu sehen, 1857 zeigte die Royal Academy drei seiner Arbeiten.
Zwischen 1860 und 1863 öffnete ihm Clarence Dobell, sein späterer Schwager, den Blick für die Präraffaeliten. Die Akademie lehnte die so entstandenen Gemälde „Elaine on the Barge“ und „Hamlet and Ophelia“ jedoch ab. Regelmäßig stellte Rivière dort erst ab 1863 aus, zunächst mit Historien- und Literaturstoffen wie „The Eve of the Spanish Armada“ und 1864 „Romeo and Juliet“. Mit „Sleeping Deerhound“ vollzog er 1865 die Wende zum Tierbild. Daneben machte er sich als Illustrator einen Namen, zuerst für das Satireblatt „Punch“.
1867 heiratete er Mary Alice Dobell, die Schwester Clarence Dobells. Auch sie malte und war um 1869 kurz in den Ausstellungen der Royal Academy vertreten. Nach den ersten Jahren in Keston und Bromley in der Grafschaft Kent zog das Paar 1871 nach London. Von den sieben Kindern wurde Hugh Goldwin Rivière Porträtmaler; Evelyn heiratete die Psychoanalytikerin Joan Riviere, die Schriften Freuds ins Englische übertrug. Zu Rivières Londoner Freunden zählten die schottischen Maler William Quiller Orchardson, John Pettie, Peter Graham und John MacWhirter.
In den 1870er Jahren entstanden seine bekanntesten Bilder. „Circe and the Friends of Ulysses“ (1871) zeigt die Zauberin unter den in Schweine verwandelten Gefährten des Odysseus, „Argus“ (1873) den Hund, der als einziger den heimkehrenden Helden erkennt. Es folgten „War Time“ (1874), „Pallas Athena and the Herdsman’s Dogs“ (1876) und um 1878 „Sympathy“, ein Mädchen auf einer Treppe, an das sich ein Hund schmiegt. Später malte er die Arenaszene „A Roman Holiday“ (1881) mit Gladiator und Löwen, „Requiescat“ (1888), einen aufgebahrten Ritter mit seinem wachenden Hund, und 1889 „Prometheus“.
Wie er arbeitete, schilderte Rivière in einem Interview für das Jugendjahrbuch „Chums“. Hunde liebe er, habe aber so viele gemalt, dass er sie nicht mehr um sich haben wolle; ohne Zuneigung könne man allerdings keinen Hund malen. Stets ziehe er einen tierkundigen Helfer hinzu, denn Collies, Windhunde und Foxterrier hielten kaum still. Bei wilden Tieren sammle er zuvor zahlreiche Studien, arbeite nach lebenden wie nach toten Tieren und habe sogar den Kadaver einer Löwin im Atelier gehabt; im Zoologischen Garten habe er häufig seziert.
Die Royal Academy wählte ihn zum „Associate“ und wenig später zum Vollmitglied. Oxford verlieh ihm 1891 die Ehrendoktorwürde, das Oriel College 1910 eine Ehrenmitgliedschaft. Bei der Wahl zum Nachfolger des 1896 verstorbenen Akademiepräsidenten Sir John Everett Millais unterlag er nur knapp. Hubert von Herkomer porträtierte ihn 1887, Edward Onslow Ford schuf eine Bronzebüste. Zwei Wochen vor seinem Tod im April 1920 reichte er bei der Akademie sein letztes Bild ein, einen alten Schäfer mit Hund unter dem Titel „Michael“.
Nach seinem Tod schenkte die Witwe dem British Museum vier Zeichnungen und eine Radierung; dort liegen auch zahlreiche Reproduktionsstiche nach seinen Gemälden, etwa von Frederick Stacpoole und William Henry Simmons. Seine Bilder hängen heute unter anderem in der Tate Britain, im Metropolitan Museum of Art, in der Walker Art Gallery in Liverpool, im Ashmolean Museum in Oxford, in der National Gallery of Victoria in Melbourne und im Chrysler Museum im amerikanischen Norfolk.