Bildnis des Grafen Fortunato Martinengo, um 1542, von Moretto da Brescia
Kunstdruck auf Leinwand - 3149-BMD

Standort: National Gallery, London, Vereinigtes Königreich
Originalmaß: 114 × 94.4 cm

Bildnis des Grafen Fortunato Martinengo von Moretto da Brescia (um 1542) ist als Giclée-Kunstdruck auf Leinwand in Museumsqualität erhältlich. Gedruckt mit lichtechten Pigmenten auf 400 g/m² Leinwand und von Hand mit UV-Schutzlack versiegelt, lässt er sich in jedem Format bis 105 × 86.7 cm bestellen, proportional zum Original skaliert, Rahmung optional. Weltweiter Gratisversand möglich; ungerahmt in 2 Werktagen versandfertig, gerahmt in 7 bis 8. 100-Jahre-Farbgarantie.

Giclée-Kunstdruck auf Leinwand | €69.22 EUR

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SKU:3149-BMD
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Giclée-Qualität auf 400 g/m² Leinwand, glänzend

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Rahmung: Lange Seite bis 71 cm
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Alle Größen skalieren proportional zum Original. Die angezeigten Maße beziehen sich auf die Druckfläche - wir fügen auf jeder Seite immer 3.0 cm unbedruckte Leinwand zum Aufspannen hinzu.

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Die eingestellte Größe ist das gedruckte Bild, also das, was Sie nach dem Aufspannen sehen. Über dieses Maß hinaus fügen wir auf jeder Seite 3.0 cm unbedruckte Leinwand hinzu, ohne Aufpreis, damit der Keilrahmen Halt hat. Ein Druck von 55 × 45.4 cm kommt also als 61 × 51.4 cm bei Ihnen an. Beide Maße stehen oben unter „Ihre Auswahl“ und ändern sich mit dem Schieberegler.

Ja. Der Schieberegler deckt jedes Format bis 105 × 86.7 cm ab, immer in den Proportionen des Originals. Brauchen Sie ein größeres Maß oder eines, das in einen vorhandenen Rahmen passen muss, schreiben Sie uns mit Titel und Maßen; wir sagen Ihnen, was möglich ist. Gedruckt wird ohnehin erst nach Ihrer Bestellung, deshalb lässt sich meist etwas machen.

Weil das Original ein Ölgemälde auf Leinwand ist. Wir richten das Druckmedium nach dem Original: Ölgemälde auf Leinwand, Arbeiten auf Papier auf Fine-Art-Papier. Unsere Leinwand ist reine Baumwolle, 400 g/m² Künstlerleinwand, säurefrei und pH-neutral; ihre gewebte Struktur gibt den natürlichsten Eindruck von Moretto da Brescias originalem Ölgemälde. Die Oberfläche ist seidenglänzend, also zwischen matt und glänzend, und hält die Tiefe der dunklen Töne so wie der Firnis bei einem Gemälde im Museum; eine matte Leinwand wirkt daneben stumpf und blass. Mehr zu unseren Druckmedien.

Gehen Sie vom Original aus, das 114 × 94.4 cm misst. Ein Druck in dieser Größe oder nahe daran wirkt so, wie der Künstler es angelegt hat. Kleiner drucken ist unproblematisch; ein kleines Original stark zu vergrößern ändert dagegen seinen Charakter. Für die Wand: über Sofa oder Kommode etwa zwei Drittel bis drei Viertel der Möbelbreite, Bildmitte auf Augenhöhe. Schneiden Sie das Format aus Papier aus und kleben Sie es vor der Bestellung an die Wand. Das Original hängt in National Gallery, London, Vereinigtes Königreich. Ausführlicher Größenratgeber.
30 Tage Rückgabe für ungerahmte Drucke. Versand, Rahmung, Pflege und Rückgabe finden Sie in unserem Hilfe- & FAQ-Bereich.

Über das Gemälde

Zuerst ist da der Pelz: eine breite Bahn aus hellem Luchs- oder Schneeleopardenfell, gesprenkelt mit dunklen Tupfen, die von den Schultern bis zum unteren Bildrand fällt, ohne ein einziges Mal unterbrochen zu werden. Moretto da Brescia malt ihn Büschel für Büschel, cremeweiß an den Rändern, gräulich im Schatten, so weich, dass man seine Wärme zu spüren meint. Darunter trägt der Mann ein fast schwarzes Wams mit goldenen Bandornamenten und einer Reihe winziger vergoldeter Knöpfe, dazu Ärmel aus flaschengrüner Seide, gesteppt, sodass das Licht wie Wasser über die Wülste läuft.

Es ist Fortunato Martinengo, ein Adliger aus Brescia und ein gelehrter Kopf. Er gründete dort eine Gesellschaft mit dem erfrischend ehrlichen Namen Accademia dei Dubbiosi, die „Akademie der Zweifelnden“, in der über Glaubens- und Geistesfragen gestritten wurde. Die Wange stützt er in die rechte Hand, der Ellbogen versinkt in zwei glänzenden rosa Kissen, und sein Blick geht nicht zu uns, sondern schräg an uns vorbei, unter schweren Lidern. An seiner schwarzen Kappe sitzt neben einer weißen Feder ein kleines goldenes Abzeichen mit einer griechischen Zeile: ein Seufzer, der von heftigem Verlangen spricht. Wonach, verrät das Bild nicht. 1541 brach Fortunato zu einer Pilgerfahrt ins Heilige Land auf, und vielleicht entstand das Porträt kurz davor. Man möchte glauben, die Reise sei in seinen Gedanken längst unterwegs.

Der aufgestützte Kopf ist seit jeher das Zeichen der Melancholie, des grüblerischen Temperaments der Denker. Man kennt es aus Albrecht Dürers Kupferstich Melencolia I, in dem die Gestalt untätig zwischen Geräten sitzt, die sie nicht mehr anrührt. Auch Fortunato hat seine liegen gelassenen Dinge. Auf dem moosgrünen Tischtuch ruhen graue Lederhandschuhe, drei antike Münzen - zwei silberne mit Kaiserköpfen, eine dritte, womöglich goldene, in einem gedrechselten Döschen - und eine Bronzelampe in Gestalt eines Fußes mit Sandale, wohl in Padua zu seiner Zeit gefertigt, um als Antike durchzugehen. Die Sammlerbildnisse von Lorenzo Lotto oder Parmigianino zeigen Männer, die uns neben ihren Schätzen selbstbewusst ansehen. Dieser hier scheint sich von den seinen entfernt zu haben.

Moretto rückt alles dicht an die Bildfläche. Hinter dem Grafen hängt ein Damast in Karmesin und Gold, so genau gemalt, dass ein echtes Stück Seidensamt mit Goldgrund im Atelier gelegen haben muss, rechts schließt ein Streifen grau geäderter Marmor, vielleicht ein Türrahmen, den Raum ab. Selbst die Knie zeichnen sich unter dem durchgehenden Pelz kaum ab. Der Prunk drängt nach vorn, und mit ihm die Versunkenheit des Mannes. Moretto und seine Auftraggeber schätzten dieses Format offenbar sehr, und Anthonis van Dyck hatte das Bild um 1633 sehr wahrscheinlich vor Augen, als er Henry Percy, den 9. Earl of Northumberland, porträtierte.

Am Ende lohnt ein Blick auf die Hände im Bildnis des Grafen Fortunato Martinengo. Die rechte trägt einen müden Kopf. Die linke umfasst fest die rote Samtlehne des Stuhls, als wäre ein Teil von ihm schon im Begriff aufzustehen.

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